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Gänse-
fingerkraut

Gänsefingerkraut
  (Großbild)

 

 

Volksnamen

Krampfkraut, Anserine, Gänserich, Handblatt

Botanischer Name Potentilla anserina (anser=Gans, potentia=Kraft)
Familie Rosengewächse
Pflanzentyp Staude
Standort

Verdichtete Böden, Wege und Wegränder

Höhe ca. 20 cm
Blütezeit Mai – August
Droge blühendes Kraut
Wirkstoffe

Gerbstoffe, Cumarine, Phytosterole, Flavonoide, Anthocyane und Stoffe unbekannter Struktur, die eine krampflösende Wirkung besitzen

 

Geschichtliches und Mythologie

In alten Sagen wird von Elfen und Pflanzengeistern berichtet, die sich bei Mondschein auf den Blättern des Gänsefingerkrauts zum Tanzen und Plaudern treffen. Die fünf Blütenblätter symbolisieren: Liebe, Kraft, Weisheit, Gesundheit und Überfluss. Das Gänsefingerkraut ist wahrscheinlich eine alte germanische Heilpflanze: bei den Germanen war es üblich, die Pflanzen in Milch zuzubereiten. Diese Art der Zubereitung wurde auch von Sebastian Kneipp empfohlen. Die Volksheilkunde schreibt dem Gänsefingerkraut magische Kräfte zu: wer am Johannistag vor Sonnenaufgang eine Wurzel ausgräbt und diese als Amulett trägt, kann die Liebe der Menschen gewinnen.

Botanik

Das Gänsefingerkraut wächst an Weg- und Wiesenrändern, gerne auf verdichtetem Boden; Gänse lieben das Kraut als Futter und verdichten mit ihren Füßen wiederum den Boden; Kriechender, ausdauernder Wurzelstock, Grundblätter bis 20 cm lang, unterbrochen gefiedert, Fiedern tief gesägt; Oberseite dunkelgrün, Unterseite behaart silbrig –weiß; Blüten goldgelb, fünfzählig.

Ernte / Sammeln

Das blühendes Kraut wird zur Blütezeit gesammelt; die Wurzeln im Frühjahr (März – April) oder im Herbst (Oktober).

Heilwirkung

Das Gänsefingerkraut wirkt leicht stopfend, zusammenziehend und entzündungs-hemmend. Außerdem zeichnet es sich aus durch seine krampflösende Wirkung.

Es findet Anwendung bei leichten Durchfallerkrankungen mit Krämpfen, bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut; bei Magen/Darmkrämpfe auch bei Säuglingen und vor allem bei krampfartige Menstruationsschmerzen. Es ist das ideale, krampflösende Mittel ohne Nebenwirkungen.

Anwendung

Innerlich: Als Tee oder in Milch gekocht; als Tinktur/ Essenz

Äußerlich: Als Tee zur Mundspülung

Zubereitung / Dosierung:

Tee: 1 TL getrocknetes Kraut mit kochendem Wasser aufgießen; 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen, schluckweise trinken (2 – 3 Tassen pro Tag); für Mundspülungen 2 – 3 TL nehmen.

In Milch: 3 TL mit einer Tasse Milch kalt ansetzen, aufkochen, abseihen, heiß trinken. Bei Menstruationsbeschwerden 1 Prise Safran und Zimt zugeben. Zusätzlich Beifußbäder.

Essenz: in ein weithalsiges, gut verschließbares Glas 50 g zerkleinerte Frischpflanzen mit etwa 500 ml 40 – 45 %igem Alkohol übergießen; täglich gut schütteln, ca. 3 Wochen an einem warmen Platz stehen lassen (nicht in der prallen Sonne); Danach abfiltern, Reste nicht auspressen, in lichtgeschützte Flaschen umfüllen.

Bewährte Rezeptur (Tee): Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Frauenmantel, Melisse zu gleichen Teilen mischen.

Nebenwirkungen

Bei Reizmagen können die Beschwerden verstärkt werden.

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