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Christrose

Christrose
  (Großbild)

 

Volksnamen

schwarze Nieswurz, Winterrose, Eisblume, Schneerose, Güllwurz
Botanischer Name Helleborus niger
Familie Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae)
Pflanzentyp immergrüne Staude mit ausdauerndem Wurzelstock
Standort sonnig bis halbschattig auf kalkhaltigen Böden
Größe bis zu 30 cm hoch
Blütezeit Dezember bis Februar
Droge Wurzel
Wirkstoffe Glykoside (Helleborin,Hellebrin), Alkaloide
Besonderheiten geschützte Pflanze – giftig!!!
  Im winterlichen Garten ist die Christrose mit ihren großen, weißen oder rötlichen Blüten eine auffallende Erscheinung. Minusgrade können ihren festen, ledrigen Blättern nichts anhaben; und eingebettet im Schnee halten die Blüten unverdrossen jedem noch so kalten Wetter stand. In Deutschland finden wir sie wild nur noch in den Berchtesgadener Alpen.

Der botanische Name „Helleborus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ Speise, die den Tod bringt“. Der deutsche Name „Nieswurz“ weist darauf hin, dass die Pflanze lange Zeit Bestandteil von Schnupftabak war und als Niespulver verwendet wurde.

Bereits in der Antike war die Pflanze als Heilmittel bekannt: Hippokrates setzte sie als abführendes und harntreibendes Mittel und bei Geisteskrankheiten ein. Dioscurides empfahl es bei Frauenkrankheiten, Schwerhörigkeit und Hautkrankheiten.

Einzigartig dürfte jedoch ihre Verwendung als „Kampfstoff“ gewesen sein: Im Jahre 600 v. Christus wurde die Stadt Kirrha von Solon belagert. Da es ihm auf normalem Wege nicht gelang, die Stadt einzunehmen, zog er die Christrose zu Hilfe. Er ließ die Wurzeln in den Fluss werfen, der die Belagerten mit Trinkwasser versorgte. Die Menschen tranken das vergiftete Wasser. Daraufhin wurden die Bevölkerung von Durchfall geplagt, so dass es ihm ein Leichtes war, die Stadt zu erorbern.

Im Mittelalter versprach man sich ewige Jugend von ihr; außerdem sollte sie einem helfen, unsichtbar zu werden. Sie galt als Wunderdroge, mit der man böse Geister und Krankheiten austreiben konnte. Sie war Bestandteil der Hexensalben und sollte zu Astralreisen verhelfen. Man verräucherte die Wurzel und konnte damit bösen Zauber wieder aufheben.

Die Droge wirkt auf die Schleimhäute und das zentrale Nervensystem und führt zu Durchfall und Übelkeit sowie Herzrhytmusstörungen, Atemlähmung und geistige Verwirrtheit.

Heute wird die Christrose auf Grund ihrer Giftigkeit nur noch in der Homöopathie verwendet: bei Herzinsuffiziens mit Ödemen, bei Nierenentzündung, Harnvergiftung und Wassersucht, bei Gemütsleiden und bei akutem Durchfall. Hahnemann behandelte Thypuspatienten mit ihr.

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