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Birke

(Großbild)
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| Birkenarten |
Hängebirke , Moorbirke, Weißbirke |
| Volksnamen
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Bark, Bircha, Maye, Bjork, Barkbom, Berk, Berkert, Hexenbesen, Maibaum |
| Botanischer Name |
Betulla pendula, Betulla pubescens, Betulla alba |
| Familie |
Birkengewächse (Betulacaeae) |
| Pflanzentyp |
Laubbaum |
| Standort |
Die Birke stellt an Boden und Klima die geringsten Ansprüche und ist weitgehend unempfindlich gegen Dürre und Kälte |
| Höhe |
Je nach Art bis zu 25 m |
| Blütezeit |
Ab März |
| Droge |
Blätter (Ernte: Mai bis Juli), Blattknospen (Ernte: März), Birkensaft, Birkenrinde, Birkenkohle, Birkenteer |
| Wirkstoffe |
Blätter – hoher Gerbstoffgehalt, Saponine, Bitterstoffe, Vitamin C, ätherisches Öl, Flavonoide
Knospen – ähnlich wie Blätter, jedoch kein Vitamin C!
Saft – Invertzucker, organische Säuren, Salze, Eiweißstoffe
Birkenrinde – Betulin, ein Phytosterin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harze, ätherisches Ö, Phenole |
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Geschichtliches und Mythologie
Die Birke gilt in der Volksheilkunde als besonders wertvoller heilender Baum.
Sie ist der Inbegriff der Jugend und des Frühlings und verkörpert das Wachsen und den Neubeginn.
Schon die Kelten feierten in uralten Zeiten die Birke als Zeichen der Wiedergeburt und der Hochzeit
zwischen Himmel und Erde. Am ersten Mai wurde eine Birke aus dem Wald geholt und mit bunten Bändern und
Schleckereien geschmückt. In Prozessionen trug man die Nachricht des Neubeginns durchs Dorf und die Felder.
Damit sollte die Frühlingsgöttin oder die Urmutter günstig gestimmt werden und somit die
Fruchtbarkeit des ganzen Landes wieder geweckt werden. Nach der Christianisierung wurde versucht, diese heidnischen
Gebräuche auszurotten. Die Bevölkerung hielt jedoch hartnäckig an ihren Ritualen fest.
So fanden sich schließlich die alten Gebräuche in neuem, christlichen Gewand wieder:
am Fronleichnamsfest schmückt man heute noch die Straßen und Plätze mit Birken und
in ländlichen Gegenden zieht man in Prozessionen hinaus auf die Felder.
Ernte / Sammeln
Blätter ab Mai bis Juni, Knospen März, Rinde Mai bis Juni; Rinde zur Birkenteergewinnung
- im Frühjahr Zweige und Ästen; sie werden zuerst getrocknet und dann destilliert.
Saft März bis Mai: etwa 20 – 30 cm über dem Boden wird der Stamm (Mindestdurchmesser 20 cm in 1 m Höhe)
2 – 3 cm tief angebohrt, in das Loch wird ein Glasröhrchen eingeschoben und der sofort ausfließende
Saft in einem Glasgefäß aufgefangen. Nach der Entnahme von 2-3 Liter muss der Baum mit Baumwachs
wieder gut verschlossen werden. Wichtig, falls es nicht der eigene Baum ist: vorher den Förster oder den
Waldbesitzer fragen, es könnte sonst als Waldsfrevel ausgelegt werden! Der Saft ist nur beschränkt haltbar.
Heilwirkung
Birkenblätter steigern die Wasserausscheidungen und verringern somit auch die Harnsäure im Blut und im Gewebe.
Dadurch können rheumatische und gichtische Gelenkschmerzen rasch abklingen. Sie wirken entzündungshemmend
sowohl innerlich als auch äußerlich.
Verwendung
Als Durchspültherapie bei bakteriellen, funkionellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
Bei rheumatischen Erkrankungen
Zur Verhütung von Harnsteinbildung und bei Nierengries
Bei Hautkrankheiten
Als Frühjahrskur
Anwendung
Birkenblättertee:
1 TL fein getrocknete Blätter mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, ca. 15 Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt bis zu 6 Tassen trinken.
Teemischung bei Rheuma und Gicht:
Weidenrinde zu gleichen Teilen mit Birkenblätter mischen. ! TL pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.
Frühjahrskur:
Teemischung aus Birkenblätter, Schwarze Johannisbeerblätter, Himbeer- und Walderdbeerblätter zu gleichen Teilen 2 – 3 Tassen am Tag
Bei Rheuma und Hautleiden:
1 Handvoll Birkenrinde zerkleinern und mit 1 Liter Wasser aufkochen, 5 Min. ziehen lassen, den Absud ins Badewasser geben.
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